Barrierefreiheit

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SOLO
Festival für
künstler­ische Allein­gänge

Mit Arbeiten von Raymond Liew Jin Pin, River Roux, Strassentauben Kollektiv, Katharina Bill, Naledi Majola, Daniela Ruocco und Melanie Jame Wolf

Festival
23.5.—1.6.
Fr—So
30.5.—1.6.
Fr—So

Solidarisches Preissystem:
8 / 12 / 18 € (frei wählbar)
Bremen Pass: 3 €
Kinder und Jugendliche 5-17 Jahre: 5 €

Kultursemesterticket: kostenlos

Vorverkauf nur online. Restkarten ab 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse 0421 520 80 70.

Alternativ können Sie telefonisch oder per Email Tickets reservieren:
0421 520 80 70 (Mo, Mi—Fr 10:00 bis 14:00, auch AB) oder ticket@schwankhalle.de

Achtung: Am Wochenende und in den Abendstunden ist unsere Ticket-Hotline nicht besetzt. Wir bitten Sie daher um eine frühzeitige Reservierung.
Abholung reservierter Tickets an der Abendkasse bis spätestens 30 Min. vor Vorstellungsbeginn – danach verfällt die Reservierung.
Die Abendkasse ist telefonisch ab 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn unter 0421 520 80 70 erreichbar.

Alle öffentlichen Bereiche der Schwankhalle sind ebenerdig und stufenlos erreichbar.

Es gibt drei verschiedene WCs: Eine barierrefreie Toilette, die auch für Rollstuhl-­Fahrer*innen nutzbar ist, eine Toilette mit 3 WC-­Kabinen und eine Toilette mit Pissoirs und einer WC-Kabine.

Der Publikumsbereich auf der Tribüne ist bestuhlt.
Die Rollstuhlplätze befinden sich in der Regel in der ersten Reihe und können im Vorfeld telefonisch 0421 520 80 70, per Email an ticket@schwankhalle.de oder per Eingabe im Ticketshop reserviert werden.

Individuelle Bedarfe wie bestimmte Sitzplätze, Early Boarding oder ein zusätzliches Ticket für eine Begleitperson können Sie ebenfalls bei Ticketkauf bzw. -reservierung angeben.

Weitere Infos zur Barrierefreiheit unserer Räumlichkeiten finden Sie unter Service/Barrierefreiheit. Wenn Sie Fragen haben, kontaktieren Sie uns bitte unter ticket@schwankhalle.de oder 0421 520 80 70.

»So when you go solo you hold your own hand«

Das SOLO – Festival für künstlerische Alleingänge widmet sich den darstellenden Künsten in ihrer konzentriertesten Form. Wenn eine Künstler*in sich allein auf die Bühne stellt, scheint sie der Betrachtung und Bewertung durch das Publikum in besonderem Maße ausgeliefert. Der Körper der Solist*in wird zum exemplarischen Körper, zur Projektionsfläche und zum zahlenmäßig drastisch unterlegenen »Anderen«. »SOLO« versammelt an zwei Wochenenden künstlerische Arbeiten, die sich mit den Verkörperungs- und Darstellungs­möglichkeiten des Solos auseinander­setzen – von Tanz bis Lecture Performance, von Monolog bis Ritual und von Body Art bis Stand up. In vier Performances, zwei Work-in-­Progress Showings und zwei Künstler*­innengesprächen kommen vielfältige Perspektiven auf gesellschaftliche Normen, Sichtbarkeiten und Körperbilder auf die Bühne. Kritisch, humorvoll und im wahrsten Sinne selbstbewusst konfrontieren die Künstler*innen das komplexe Verhältnis von (Selbst-) Darstellung und (Fremd-) Zuschreibung.

Mit seinem Tanz-Solo »Solotus – Lotus Fight Club« (Fr 23.5. & Sa 24.5.) begibt sich Raymond Liew Jin Pin auf eine Grat­wanderung zwischen Gewalt und Vergnügen, in der ein Ritual der Bestrafung zum Akt der Rebellion umgedeutet wird. River Roux spielt in »Juice« (Fr 23.5. & Sa 24.5.) mit Blicken zwischen Begierde, Scham und Ekel, indem sie ihren ungehorsamen Körper selbst­bestimmt und widerständig zur Schau stellt. Das Strassentauben Kollektiv setzt sich in einem Monolog für drei Körper (»Fat Fucks«, So 25.5.) mit Fettfeindlichkeit als Diskriminierunsgform auseinander. Im anschließenden »Fat Talk« sprechen sie mit Performance-Macherin und Fett-Aktivistin Katharina Bill über normative Darstellungs­konventionen und Wege, diese hinter sich zu lassen. In Naledi Majolas Tanz-Solo »In Flux« wird ein symbol­trächtiges Kleidungsstück zum Audrucksmittel für den Wunsch, den eigenen Körper von den Klassifizierungen im Blick des Anderen zu befreien. Daniela Ruoccos Performance »En mi Imperio perreo sola« erschafft mit musikalischer Wucht Vorbilder, die sich wie Panini-Bilder in ein feministisches Reggaeton-­Sammelheft einkleben lassen. Die Performance­künstlerin und Musikerin Melanie Jame Wolf rückt den tabuisierten Themen Krankheit und Tod in »Finite Jest« mit den Mitteln der Stand-up Comedy zuleibe und spricht anschließend unter dem Motto »Whos Laughing Now?« über widerständigen Humor auf der Bühne.

Mutig, liebevoll, selbstironisch und stolz nehmen diese Solist*innen unsere Erwartungen und Ansprüche an die Hand, wirbeln sie durcheinander und laden uns ein, ihnen mit Anteilnahme, Neugier und nicht zu wenig Spaß zu begegnen.