Barrierefreiheit

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Eine Fotocollage mit Porträts von Raquel Lima und Kiyémis
Estelle Valente / Adeline Rapon

Raquel
Lima &
Kiyémis

Poetry Lesung & Gespräch

Präsentiert von Francesca Aiuti und dem ERC Starting Grant Project »Afroeurope & Cyberspace« (Universität Bremen)

Poetry
Afroeurope & Cyberspace
17.6.
Mi
19:00
Eintritt frei

Veranstaltung in Portugiesischer, französischer und englischer Sprache

Im Rahmen der Konferenz »Navigating Afro-Knowledges. Exploring Practices and Theories in Digital Diaspora Studies« ↗

Dauer
Ca. 120 Minuten inkl. Pause

Sprachen
Portugiesisch (Lesung Raquel Lima), Französisch (Lesung Kiyémis) und Englisch (Gespräch)

Räumlichkeiten
Alle öffentlichen Bereiche der Schwankhalle sind ebenerdig und stufenlos erreichbar.

Es gibt drei verschiedene WCs: Eine barierrefreie Toilette, die auch für Rollstuhl-­Fahrer*innen nutzbar ist, eine Toilette mit 3 WC-­Kabinen und eine Toilette mit Pissoirs und einer WC-Kabine.

Publikumsbereich
Der Publikumsbereich ist in der Regel bestuhlt.
Die Rollstuhlplätze befinden sich in der ersten Reihe und können im Vorfeld telefonisch unter 0421 520 80 70, per Email unter ticket@schwankhalle.de oder per Eingabe im Ticketshop reserviert werden.

Individuelle Bedarfe
Individuelle Bedarfe wie bestimmte Sitzplätze, Early Boarding oder ein zusätzliches Ticket für eine Begleitperson können beim Ticketkauf bzw. -reservierung angegeben werden.

Weitere Infos zur Barrierefreiheit unserer Räumlichkeiten finden Sie hier: Barrierefreiheit. Wenn Sie Fragen haben, kontaktieren Sie uns bitte unter ticket@schwankhalle.de oder 0421 520 80 70.

Diese Veranstaltung bringt die Dichterinnen Raquel Lima und Kiyémis zu einem Abend mit poetischen Darbietungen und Gesprächen zusammen. Das Programm beginnt mit einer Lesung ausgewählter Werke beider Künstlerinnen, deren Arbeit sich mit der Geschichte der Afrodiaspora, Erinnerung, Körperlichkeit und Widerstand auseinandersetzt. Ihre Stimmen treffen an der Schnittstelle von Poesie, Performance und politischem Denken aufeinander und bieten dem Publikum eine eindringliche und intime Begegnung mit zeitgenössischem transdisziplinärem Schreiben.

Nach einer kurzen Pause wird die Veranstaltung mit einem Round-­Table-­Gespräch zwischen den Künstlerinnen fortgesetzt, moderiert von Francesca Aiuti. In der Diskussion werden die in ihren Werken präsenten Themen vertieft: Fürsorge, Freude, dekoloniale Praktiken, Feminismus und die Rolle des künstlerischen Ausdrucks bei der Gestaltung kollektiver Vorstellungswelten.

Die Veranstaltung bietet die Gelegenheit, sich intensiv mit zwei unterschiedlichen und doch miteinander in Resonanz stehenden künstlerischen Stimmen auseinanderzusetzen und über Poesie als Schauplatz der Transformation und Verbundenheit nachzudenken.

Kiyémis

Kiyémis ist Schriftstellerin, Dichterin und Afro-Feministin, deren Werk sich mit Freude als politischem Akt und Heilung als Lebensweise auseinandersetzt. Für ihren Debüt-Roman »Et, refleurir« wurde sie mit dem Régine-­Deforges-­Preis 2024 ausgezeichnet. Außerdem publizierte sie die Sammlung »À nos humanités révoltées«, die Anthologie »Pour la joie« (Les Liens qui Libèrent) und den Essay »Je suis votre pire cauchemar«, der Schönheitsideale und die Erwartungen an schwarze Frauen hinterfragt.
Kiyémis gehört zu einer Generation von Schriftsteller*innen afrikanischer Herkunft, die Körper, Erinnerung und Fürsorge durch eine Stimme verbinden, die zugleich radikal und strahlend ist. Als gefragte Gastautorin zahlreicher Kulturinstitutionen in Frankreich und im Ausland – vom Palais de Tokyo bis zur Gaîté Lyrique, vom Palais des Beaux-Arts in Brüssel (Bozar) bis nach Genf – entwickelt Kiyémis ein transdisziplinäres poetisches Werk an der Schnittstelle von Literatur, schwarzem Feminismus und bildender Kunst. Zudem leitet sie Schreibworkshops zur lustvollen Weitergabe und Wiederaneignung von Sprache und zur Auseinandersetzung mit der kreativen Kraft weiblicher Stimmen.

Raquel Lima

Raquel Lima ist Dichterin, Kunstpädagogin, Performerin, Essayistin, Kuratorin und trans­disziplinäre Künstlerin. Sie hat einen Abschluss in Kunst­wissenschaften und promoviert derzeit im Fachbereich Postkoloniale Studien. Ihre Forschung konzentriert sich auf Oratur, Sklaverei und afrodiasporische Bewegungen. Sie war Mitorganisatorin der Konferenz »Afroeuropeans: Black In/Visibilities Contested« (ISCTE, 2019) und Mitherausgeberin des Buches »Afroeuropeans: Identities, Racism, and Resistances« (Routledge, 2025). Raquel Lima hat ihre wissenschaftlichen Arbeiten auf verschiedenen internationalen Konferenzen vorgestellt, darunter »Authoring Human Rights in West Africa and beyond: Expressions of slavery in Literature and the Arts« an der University of Cape Coast in Ghana (2023) und »Decolonial Remains: Scrutinizing African Studies in Africa and the Unfinished Business of Decolonization“« an der University of Ibadan in Nigeria (2022). Im Jahr 2022 wurde sie als Rednerin zur Veranstaltung »Loophole of Retreat« auf der Biennale in Venedig eingeladen, als Hauptrednerin zur Eröffnungssitzung des Weltfrauenkongresses in Mosambik sowie zur Veranstaltung »Literature Talk: Poets from Black Europe« im BOZAR in Belgien. Im Jahr 2023 wurde sie zur 35. Biennale von São Paulo eingeladen, kuratierte die Konferenz »Reformulating Authority and Authorship in the Arts« in Lissabon und wurde von der jährlichen Power List des Bantumen-­Magazins zu einer der 100 einflussreichsten schwarzen Persönlichkeiten im portugiesisch­sprachigen Raum gewählt.

Die Veranstaltung ist Teil der Konferenz »Navigating Afro-Knowledges. Exploring Practices and Theories in Digital Diaspora Studies«, organisiert im Rahmen des des ERC Starting Grant Project Afroeurope & Cyberspace (Universität Bremen), durchgeführt von Francesca Aiuti, Julia Borst, Ximena Cervantes Englerth, Merveilles Mouloungui und Nelson Sindze Wembe.