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Joana Tischkau

›Playblack‹

ENTFÄLLT

FR 8.5. + SA 9.5. / 20 Uhr

›If you’re thinking about being my Baby, it don’t matter if you’re black or white‹ singt der King of Pop in dem über 5 Millionen Mal verkauftem Hit.

›Black or White‹ ist eine audio-visuelle Symbiose zwischen weißen Rockgitarrenriffs und schwarzem Gangster Rap. Zum Release in 1991, beschreibt die Plattenfirma den Song sogar als ›rock n’ roll dance song about racial harmony‹. Popmusik liefert uns also das vermeintliche Potential strukturell verankerte Machtstrukturen zu überwinden, temporär jemand anderes zu werden, die uns zugeschriebenen Identitäten abzulegen und der Repräsentationslogik zu entkommen. PLAYBLACK hijackt das Format der von Mareijke Amado moderierten Mini Playback Show und wagt so den Versuch diesem Ruf nach liberaler ›colorblindness‹ mit kindlicher Trotzigkeit zu begegnen.

Die Performance entblößt das weiße deutsche Begehren nach Schwarzer Verkörperung in dem sie uns tief in die Auswürfe, Erinnerungen und Projektionen Afro- amerikanischer und -deutscher Kulturproduktionen entführt. PLAYBACK verabschiedet sich vom Universalismus weißer Abstraktion und lädt ein in der Spezifität Schwarzer Deutscher Erfahrung inne zu halten. Die Kopie wird zur zärtlichen Geste der Hommage, die bis zur Perfektion trainierte Imitation zur Solidaritätsbekundung mit als prekär gelesenen Figuren der deutschen Unterhaltungsgeschichte und das Mittel der Karikatur provokant subvertiert um die sorgfältige Konstruktion weißer Neutralität und Allgemeingültigkeit in Frage zu stellen.  

It’s Showtime Baby – ab in die Zauberkugel.

CREDITS

KONZEPT & CHOREOGRAPHY  Clara Reiner, Joana Tischkau
TONREGIE  Jan Gehmlich
DRAMATURGIE  Elisabeth Hampe
PERFORMANCE  Annedore Antrie, Clara Reiner, Joana Tischkau
CHOR  N.N., N.N., N.N., N.N.
KOSTÜM  Ina Trenk / Print: Nadine Bakota
LICHT  Dennis Dieter Kopp
GRAFIK DESIGN / BÜHNE  Justus Gelberg
PRODUKTIONSLEITUNG  Lisa Gehring

Eine Produktion von Joana Tischkau in Kooperation mit dem Künstlerhaus Mousonturm und dem Studiengang Choreographie und Performance im Rahmen der Hessischen Theaterakademie, gefördert durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt.
Besonderer Dank geht an Bojana Kunst, Vanessa Thompson, Heiner Goebbels, Elisa Liepsch, Aran Kleebauer, Daniel Shaw, Lisa Gehring