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Joana Tischkau

›Being Pink Ain’t Easy‹

Tanz (in englischer Sprache)

FR 9.10. + SA 10.10. / 20 Uhr
Am SA 10.10. mit Publikumsgespräch im Anschluss
(Moderation: Patience Amankwah)

TICKETS
Solidarisches Preissystem 14 / 10 / 7 EURO, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre 5 EURO, Bremen Pass 3 EURO. Keine weiteren Ermäßigungen.
HINWEIS Keine Reservierungen möglich, Karten nur im Vorverkauf. Bitte beachten Sie unsere aktuellen Informationen zu Ticketverkauf, Platzkapazitäten und Hygienehinweisen.

Pink people wanna know if other pink people like hip-hop
how can it still be hip-hop?
That’s like asking, if Black people like
Dirty Harry
is he still Clint Eastwood? (Greg Tate)

Gangstas, Pimps und Hoes: Die US-Rap-Welt ist durchtränkt von Bildern übersteigerter Männlichkeit. Als Schwarze Künstler wie Cam’ron und Kanye West in den frühen 2000ern einen Modetrend aus rosa Plüsch, Fell und Velours lostraten, bewiesen sie, dass sogar Barbies Lieblingsfarbe dem Image heterosexueller Maskulinität nicht schaden konnte. 
Joana Tischkau nimmt dies zum Anlass, die Fragilität sozialer Konstruktionen wie Race und Geschlecht sichtbar zu machen: Inwieweit werden Körper des ›Anderen‹ genutzt, um die strukturelle Macht weißer Cis-Männlichkeit zu festigen? Die Arbeit ist eine Auseinandersetzung mit dem unstillbaren weißen Begehren nach Schwarzen Ausdrucksformen. Denn neben der Musik liefern uns Künstler*innen ihre Körperlichkeit als konsumierbare Konzepte zur Konstruktion des eigenen Selbst.
›Being Pink Ain’t Easy‹ verweist schon im Titel auf Hautfarbe als Konstruktion, die Weiß-Sein als machtwirksamstes Symbol gesetzt hat. Die Bühnenfigur, der White N*, steckt in einem Dilemma: Sein ›Pink-Sein‹ kann er nicht von sich weisen, deshalb ist er mit der schwer zu ertragenden Tatsache konfrontiert, Profiteur der weißen Matrix zu sein. ›Being Pink Ain’t Easy‹ sucht nach den Ambivalenzen, die zwischen den Abwehrmechanismen wie ›white fragility‹ (Robin DiAngelo) und Formen kultureller Aneignung verwoben sind.

Joana Tischkau tanzt. Eine der ersten Erinnerungen daran ist der Moment, bei dem sie zu Kaomas Hit ›Lambada‹ auf einer Kindergeburtstagsparty abdancte. Diese Erfahrung bewegte sie dazu, sich bei der Tanzschule nebenan für Jazzdance, Hip Hop und Videoclip Dancing anzumelden. Später studierte sie Tanz und Schauspiel an der Coventry University in Großbritannien sowie Choreografie und Performance am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Ihre künstlerische Praxis ist ein hybrides Durcheinander, in dem die Schriften von bell hooks auf beatboxing treffen, in der ein Fitness Workout aus weißem Bewegungsmaterial entsteht und Roberto Blanco als König Schwarzer Deutscher Unterhaltungskunst gehuldigt wird. 

Im Rahmen des Themen - Schwerpunkts TO DIE LIKE A MAN Sep/Okt 2020


CREDITS
CHOREOGRAFIE  Joana Tischkau
PERFORMANCE  Rudi Natterer
SOUND DESIGN  Frieder Blume
DRAMATURGIE & KÜNSTLERISCHE MITARBEIT  Nuray Demir & Elisabeth Hampe
KOSTÜM  Nadine Bakota
BÜHNE  Inga Danysz
LICHT  Juri Rendler
PRODUKTIONSLEITUNG  Lisa Gehring

Eine Produktion von Joana Tischkau in Koproduktion mit SOPHIENSÆLE, Münchner Kammerspiele und Künstlerhaus Mousonturm im Rahmen der Tanzplattform Rhein-Main. Die Tanzplattform Rhein-Main, ein Projekt von Künstlerhaus Mousonturm und Hessischem Staatsballett, wird ermöglicht durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain und gefördert vom Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und der Stiftungsallianz [Aventis Foundation, BHF BANK Stiftung, Crespo Foundation, Dr. Marschner-Stiftung,  Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main].

Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt. Unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ Koproduktionsförderung Tanz, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Im Rahmen des Themen - Schwerpunkts TO DIE LIKE A MAN Sep/Okt 2020

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