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Mobiler Gedenkort Laye Condé

Einweihung der Installation auf dem Peter Zadek-Platz

DO 5.9. / 19 Uhr
Installation auf dem Peter Zadek-Platz

Eintritt frei

Der Mobile Gedenkort erinnert an die Zeit und an die Opfer einer gewaltvollen Beweissicherungsmaßnahme aus der jüngeren Vergangenheit: Zwischen 1991 und 2005 sind in Bremen in über 1.000 Fällen Brechmittel an Menschen in Polizeigewahrsam verabreicht worden. Am 27. Dezember 2004 wurden dem aus Sierra Leone geflüchteten Laye Condé im Polizeipräsidium gegen seinen Willen zwei Stunden lang mehrere Liter Wasser und Brechmittelsirup eingeflößt. Am 7. Januar 2005 starb Laye Condé an den Folgen dieser Zwangsmaßnahme.
2006 stufte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte die zwangsweise Vergabe von Brechmitteln als Verstoß gegen das Folterverbot der Europäischen Menschenrechtskonvention ein.