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die apokalyptischen tänzer*innen

›Banana Island‹

Performance

Tickets

DO 16.1. / 20 Uhr Termin ist ausreserviert, Restkarten an der Abendkasse erhältlich.
SA 18.1. / 20 Uhr Termin ist ausreserviert, Restkarten an der Abendkasse erhältlich.

SO 19.1. / 16 Uhr

am DO 16.1. anschl. Nachgespräch

am SA 18.1. anschl. Publikumsgespräch moderiert von Studierenden der HKS Ottersberg/ Farina Maletz, Sophie Luther, Noemi Braumüller, Caroline Papendieck

TICKETS
Solidarisches Preissystem 14 / 10 / 7 EURO, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre 5 EURO, Bremen Pass 3 EURO. Keine weiteren Ermäßigungen.
Tel 0421 520 80 70 oder ticket@schwankhalle.de
Abendkasse ab 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn.

›Während wir langsam beginnen zu schälen, entblößen wir das Spannungsfeld zwischen Popkultur und Gewaltherrschaft.‹

Die Banane ist eines der wichtigsten und beliebtesten Lebensmittel weltweit. Sie ist Protagonistin kolonialer und neo-kolonialer Verbrechen sowie rassistischer und sexistischer Zuschreibungen. Gleichzeitig ist sie Filmstar, Comedian, Kunst und politische Waffe. In ›Banana Island‹ befragt das Kollektiv die apokalyptischen tänzer*innen die glamouröse Erscheinung der Banane und kontextualisiert die in ihr vereinten Gegensätze.

Eine Woche vor der Premiere des Bühnenstücks laden die die apokalyptischen tänzer*innen zum diskursiven Prolog mit Vorträgen, Workshops und Filmvorführungen in der Schwankhalle und an anderen Bremer Orten ein. Gemeinsam mit ihren Gästen diskutieren sie Kolonialismus, Welthandel, Rassismen und Repräsentation.

Weitere Informationen unter www.apocalypse.dance

CREDITS

Gefördert vom Senator für Kultur Bremen, dem Kulturamt der Stadt Stuttgart, der GLS Treuhand
Koproduktion: Freischwimmen – Plattform für Performance und Theater. In Kooperation mit der Schwankhalle Bremen und Theater Rampe.

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Rahmenprogramm PROLOG BANANA ISLAND

Begleitend zur Premiere ihrer Performance ›Banana Island laden die apokalyptischen tänzer*innen vom 9.-19.1.2020 zum PROLOG ein. Gemeinsam mit vielen Gästen vertiefen sie wissenschaftliche, dokumentarische und künstlerische Perspektiven rund um die Banane. Im Fokus stehen Kolonialismus, Welthandel, Rassismen und Repräsentation.
In Kooperation mit:

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3 Fragen an…die apokalyptischen tänzer*innen
 

(Mona Louisa-Melinka Hempel & Jasmin Schädler & Calendal)

 

Ihr seid ein Kollektiv aus Bremen und Stuttgart und nennt euch die apokalyptische tänzer*innen. Was hat es mit diesem Namen auf sich?
Wir beziehen uns bei unserem Namen nicht auf die moderne Wortnutzung des Weltuntergangs, sondern auf das griechische Wort apocalypso, das soviel heißt wie entschleiern, enthüllen, offenbaren. Unsere Arbeitsthemen sind vielschichtig, manchmal unangenehm und bringen uns (und hoffentlich auch dem Publikum) neue Erkenntnisse. Sie fordern uns dazu heraus, immer weiter zu schälen. 


Protagonistin in eurem Stück ›Banana Island‹ ist die Banane. Warum ausgerechnet diese Frucht und was verhandelt ihr auf der Bühne?
Wir beschäftigen uns mit den Zusammenhängen von Welthandel, Kolonialgeschichte und dem Einfluss von Popkultur auf unseren Konsum. Dabei spielt die Banane für den Konsum in Deutschland auch historisch eine wichtige Rolle.
Die Banane ist schon seit Jahrhunderten weltweit verbreitet, zum Massenprodukt der westlichen Welt wurde sie aber erst Ende des 19. Jahrhunderts mit dem Aufkommen schnellerer Handelswege.
Sie ist die Protagonistin der Entwicklung eines globalen Obst- und Gemüsehandels, kommerzieller Anbaustrukturen und der Entwicklung von Transportmitteln für schnell verderbliche Produkte.
Sie ist bis zum zweiten Weltkrieg eines der Hauptexportprodukte der deutschen Aktivitäten in Kamerun.
Sie ist maßgebliche Ursache für viele der großen Konflikte Mittelamerikas des letzten Jahrhunderts. Che Guevara hat sich radikalisiert, nachdem er mit ansehen musste, wie Guatemala durch die Banane fremdbestimmt wurde.
Auch in der neueren deutschen Geschichte nimmt sie eine prominente Rolle ein. Gerade für Bremen hat die Banane eine besondere Bedeutung, denn lange war Bremerhaven der wichtigste Importhafen für Bananen in Europa. Deutschland hatte im Rahmen der Römischen Verträge Sonderkonditionen bei der Bananeneinfuhr, welche erst in den 90ern aufgehoben wurden.
Und wer denkt nicht an die Banane, wenn es um den Mauerfall geht?

Den Vorstellungen habt ihr ein diskursives Programm mit Vorträgen, Workshops und Filmvorführungen voran gestellt. Ließ sich euer Wissen über die Banane nicht komplett im Stück unterbringen?
Nein, das war tatsächlich nicht möglich. Es gibt viele Schichten, die sich im Zuge der Recherche und Produktion enthüllt haben. Deshalb beginnt der Abend mit einem Memory-Spiel, in dem das Publikum in persönlichen Begegnungen Fragen und Antworten kombinieren darf.
Im Prolog liegt der Fokus auf den Schwerpunkten Rassismen, Repräsentation, Kolonialismus und Welthandel, denn die Banane beinhaltet all diese Themen. In den Prologveranstaltungen gehen wir über die Beschäftigung mit der Banane hinaus. Dafür laden wir Expert*innen aus unterschiedlichen Bereichen ein, sowohl aus Bremen als auch überregional.
Das Programm ist sehr vielfältig und alle Veranstaltungen sind kostenlos. Es ist ganz sicher für alle etwas dabei. Das Programm ist auf der Seite der Schwankhalle sowie auf unserer Website zu finden: www.apocalypse.dance/projekte/prolog-banana-island-bremen