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SELINA THOMPSON

›salt.‹

ENTFÄLLT

FR 8.10. + SA 9.10. / 20 Uhr
In englischer Sprache

Die Veranstaltung entfällt aus gesundheitlichen Gründen.
Die Film-Adaption ›salt:dispersed‹ steht vom FR 8.10. - FR 15.10. on demand zur Verfügung.

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In ›salt.‹ wird die britische Performerin Selina Thompson zur Passagierin eines Containerschiffs. Die Route entspricht exakt dem Weg, auf dem ihre Vorfahren von Ghana nach Jamaica und schließlich weiter nach Großbritannien deportiert wurden. Sie gehörten zu den vielen Millionen Schwarzen Männern, Frauen und Kindern, die als Sklav*innen verkauft wurden und deren Arbeit den westlichen Wohlstand und den heutigen wirtschaftlichen Erfolg Europas ermöglichte. Auf ihrer Reise wird Thompson mit normalisierten, systematischen und beiläufigen Rassismen konfrontiert und wird Zeugin patriarchalischer Machtstrukturen innerhalb der Besatzung. Ist die koloniale Vergangenheit gar nicht so weit entfernt, wie es zu Beginn ihrer Reise schien? Als Thompson schließlich vor der ›Door of No Return‹ am Elmina Castle in Ghana steht und auf den Atlantik schaut, erinnert sie sich an die Menschen, die auf der Reise und in den Plantagen gestorben sind. Wie kann ihre Trauer in einer Welt existieren, in der es auch so banale Dinge wie Postämter und Parfümzerstäuber gibt? Und was bedeutet es, als Schwarze Frau in einem Land mit einer mehrheitlich weißen Bevölkerung zu leben?

Selina Thompson beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit Fragen der Identitätspolitik und damit, was es bedeutet, eine Schwarze Britin zu sein. Sie hat Projekte für Pubs, Cafés, Friseursalons, öffentliche Toiletten und auch für Galerien und Theater entwickelt, darunter das National Theatre Studio, Birmingham Rep, East Street Arts und das West Yorkshire Playhouse.

CREDITS
VON UND MIT Selina Thompson
BÜHNE & KOSTÜM Katherina Radeva
MUSIK Sleepdogs
SOUND DESIGN Tanuja Amarasuriya
LICHTDESIGN Cassie Mitchell, Louise Charity Beauftragt von MAYK, Theatre Bristol und Yorkshire Festival.

Gefördert durch den Arts Council England und 200 großzügige Spender*innen, die die Reise über den Atlantik ermöglicht haben.