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JOANA TISCHKAU & NTANDO CELE

Online-Talk ›BLACK OFF x PLAYBLACK: SCHWARZE IDENTITÄTEN UND REPRÄSENTATIONEN AUF DER BÜHNE‹

FR 12.2. 19 Uhr

Moderation: Aron Woldamlak
Gespräch in englischer Sprache

Dauer: ca. 80 Min inkl. Diskussion

›› Bitte fordern Sie den Teilnahmelink unter online@schwankhalle.de an – eine Mail ohne Text genügt, Sie erhalten eine automatische Antwort. Teilnahme kostenlos.

In ihren Performances ›Black off‹ und ›Playblack‹ setzen sich die südafrikanische, in Bern lebende Künstlerin Ntando Cele und die Frankfurter Choreografin Joana Tischkau mit dem weißen Blick auf Schwarze Künstler*innen auseinander. Auf humorvolle und kritische Weise zeigen sie, welche Rollen Schwarzen Menschen und insbesondere Schwarzen Frauen in der weißen Dominanzkultur auf der Bühne und in den Medien zugeschrieben werden und machen die damit verbundenen Klischees und Projektionen wirkungsvoll sichtbar. 

Auch wenn die für Februar in der Schwankhalle geplanten Vorstellungen von ›Black Off‹ und ›Playblack‹ aufgrund des Lockdowns nicht stattfinden können, möchten wir zusammen mit Ntando Cele und Joana Tischkau einen Blick auf die Repräsentation von BIPOC im Bereich der Darstellenden Künste werfen. Wie wurden und werden Schwarze Künstler*innen und Künstler*innen of Colour sichtbar? Welche Möglichkeiten und Grenzen finden sie in der deutschen und schweizerischen Theaterlandschaft 2021 auf und hinter der Bühne vor? Was kann eine kritische Auseinandersetzung mit Machtstrukturen und Rassismus auf der Bühne bewirken – und für wen?

Die in Bern lebende südafrikanische Schauspielerin, Sängerin und Performerin Ntando Cele realisiert seit 2005 in Afrika und Europa verschiedene Theater- und Performanceprojekte. In ihren Arbeiten verwischt sie die Grenzen zwischen Physical Theatre, Videoinstallation, Stand-up-Comedy und Performance. Mit ›politisch unkorrektem‹ Witz führt sie ihrem Publikum vor Augen, welchen Blicken Schwarze Menschen in der weißen Dominanzkultur ausgesetzt sind und konfrontiert die weißen Zuschauer*innen durch einen radikalen Perspektivwechsel mit ihren rassistischen Denkmustern.

Joana Tischkau tanzt. Eine der ersten Erinnerungen daran ist der Moment bei dem Sie zu Kaomas Hit Lambada, von 1989, auf einer Kindergeburtstagsparty, abdancte. Diese Erfahrung bewegte Sie dazu sich bei der Tanzschule nebenan für Jazzdance, Streetdance und Videoclip Dancing anzumelden. Später studierte sie Tanz und Schauspiel an der Coventry University in Großbritannien sowie Choreografie und Performance am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft. Ihre künstlerische Praxis ist ein hybrides Durcheinander, das die Schriften von bel hooks auf Beatboxing treffen lässt, in der ein Fitness Workout aus weißem Bewegungsmaterial entsteht und Roberto Blanco als König Schwarzer Deutscher Unterhaltungskunst gehuldigt wird.

JOANA TISCHKAU & NTANDO CELE
›BLACK OFF x PLAYBLACK:
SCHWARZE IDENTITÄTEN UND REPRÄSENTATIONEN AUF DER BÜHNE‹

JOANA TISCHKAU & NTANDO CELE
›BLACK OFF x PLAYBLACK:
SCHWARZE IDENTITÄTEN UND REPRÄSENTATIONEN AUF DER BÜHNE‹