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DIE SOZIALE FIKTION

›NAH AM WASSER GEBAUT‹

Eine unsichere Aktion im Neubau-Viertel

SA 16.10. + SO 17.10. / 15 - 19 Uhr 

#geschichteerzählen #freischwimmen

Teilnahme kostenlos.
Aufgrund der aktuellen Inzidenzwerte in Bremen gilt bei allen Veranstaltungen der Schwankhalle ab sofort die 3G-Regel (›Geimpft – getestet – genesen‹).
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›Nah am Wasser gebaut‹ ist eine künstlerische Aktion im öffentlichen Raum – genauer gesagt in der Überseestadt. Während der Öffnungszeiten finden performative Aktionen mit den Künstler*innen statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Detaillierte Infos zum Ablauf und Treffpunkt in Kürze hier.

›Nah am Wasser gebaut‹ ist der Titel von einem Kunst-Projekt.
Das Kunst-Projekt findet in der Überseestadt statt.
Das ist ein Neubau-Viertel am alten Hafen.
Das Viertel ist ein neuer Ort zum Wohnen und Arbeiten.
Dort wird an vielen Stellen noch gebaut.
Trotzdem wohnen schon Menschen dort.

Das Kunst-Projekt findet im September und Oktober statt.
Da machen wir Aktionen auf den Strassen des Neubau-Viertels.
Die Aktionen machen wir mit drei Gefährten.
Die Menschen laufen zufällig daran vorbei.
Sie können bei den Aktionen zuschauen.
Sie können aber auch mitmachen.

Zum Abschluss gibt es ein Event im Neubau-Viertel.
Ein Event ist: ein Schau-Spiel, ein Umzug, ein Fest, eine Performance.
Dafür kommen extra Leute zum gucken.
Die Schwankhalle macht Werbung dafür.
›Nah am Wasser gebaut‹ findet ihr auch im Internet.

Das Neubau-Viertel ist auch etwas, das wir uns nur vorstellen.
Wir nennen das eine Metapher.
Eine Metapher ist ein Bild in unserem Kopf.
Z.B.: Du bist so schön wie eine Blume.
Oder: Dieser Ort ist wie die Hölle.
Oder: Ich bin nah am Wasser gebaut.

Das Bild über das Neubau-Viertel hat zwei Seiten.
Eine Seite sieht schön aus.
Alle Menschen wollen im Neubau-Viertel wohnen.
Die Menschen denken:
Ich werde glücklich sein.
Überall ist es sicher.
Überall ist es sauber.

Die andere Seite von dem Bild ist unschön.
Alle Menschen fühlen sich unsicher.
Alle Menschen arbeiten zu viel.
Niemand kann sich kontrollieren.
Die Menschen denken, dass sie alleine sind mit ihren Gefühlen.

Wer ist wir?
Wir heissen DIE SOZIALE FIKTION
Das ist der Name unserer Theater-Gruppe.
Die Menschen in der Gruppe denken sich Theater-Performances aus.
In der Siedlung verkleiden wir uns als Insecurity.
Die Insecurity ist wie eine Sicherheits-Firma, nur sehr viel unsicherer.
Als Insecurity machen wir die Überseestadt unsicher.

In ihrem interdisziplinären Performance-Projekt ›Nah am Wasser gebaut‹ setzt die Theatergruppe Die Soziale Fiktion ihre Beschäftigung mit der Wohnungsfrage fort, die 2020 mit ›Render Ghosts‹ – einem Stück über die Miniaturmenschen in Architekturmodellen – begann. Die Bremer Überseestadt ist eines der großen Neubauviertel zum ›wohnen und arbeiten‹, die gerade in vielen Städten entstehen. Sind sie die Problemviertel von Morgen? Die Soziale Fiktion befragt das Leben im Spätkapitalismus am Beispiel der Überseestadt: Wie steht es um das Innenleben der Häuser und das der Menschen, die in ihnen leben? Als ›Insecurity‹ durchkreuzt die Gruppe das Quartier und nimmt Kontakt zu seinen Bewohner*innen auf. Ein (Un-) Sicherheitsdienst, der das neu gebaute Viertel bewacht, aber eben auch ein bisschen verunsichert.

CREDITS
Ein Projekt von DIE SOZIALE FIKTION & friends
KOSTÜM  Harm Coordes, Merle Richter
KÜNSTLERISCHE LEITUNG  Marten Flegel, Anna Froelicher
KÜNSTLERISCHE MITARBEIT OBJEKTE  Klara Lyssy
MITARBEIT KONZEPT & DOKUMENTATION  Kristina Dreit
MITARBEIT KONZEPT & SOZIALE MEDIEN  Adele Mike Dittrich Frydetzki
PERFORMANCE  Insecurity-Crew
PRODUKTION  Felix Worpenberg
SZENOGRAFIE  Laura Knüsel

Eine Produktion von Die Soziale Fiktion in Koproduktion mit der Schwankhalle Bremen mit FREISCHWIMMEN – Plattform für Performance und Theater. FREISCHWIMMEN ist eine Plattform für Performance und Theater von brut Wien, FFT Düsseldorf, Gessnerallee Zürich, HochX München, LOFFT – DAS THEATER Leipzig, Schwankhalle Bremen, Sophiensæle Berlin und Theater Rampe Stuttgart

Das Projekt wird gefördert von: Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur und Stiftung Niedersachsen.

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