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Zwoisy Mears-Clarke

Zwoisy Mears-Clarke schafft als Choreograph Räume für Begegnung. Seine Erfahrungen als schwarzer, sehender und nichtbehinderter Migrant innerhalb mehrerer Länder haben ihn für die zahlreichen Gesellschaftsstrukturen sensibilisiert, die Menschen oft trennen und voneinander entfremden. Ausgehend von der Frage „Was ist es, das verhindert, dass wir uns so begegnen können, wie wir sind?” nutzt er das erwei- ternde Potential des performativen Raums, um Mechanismen der Unterdrückung zu konfrontieren, die menschliche Interaktion sowohl auf struktureller als auch auf interpersoneller Ebene sabotieren. Seine Arbeit versucht, temporäre Umwelten zu schaffen, die alltägliche Formen der Gewalt wie Rassismus, Kolonialnostalgie, fehlendem Zugang (sowohl für behinderte Menschen als auch in Hinblick auf hierarchisierte Ausweispapiere), Nationalismus und Vorurteile unterbrechen können. Durch das Erzeugen eines veränderten Bewusstseinszustands werden Möglichkeiten für andersartige Bewegungsformen eröffnet, an denen idealerweise alle beteiligt sind. Zwoisys Entwicklung als Tänzer ist unter anderem durch die Arbeiten von Billie Hanne, Jodi Melnick, Kirstie Simson, Ann Cooper Albright und Okwui Okpokwasili geprägt. Seine Arbeiten wurden in Berlin, Den Haag, New York und Zürich gezeigt. Vor kurzem erhielt er ein Stipendium für einen Arbeitsaufenthalt im Jahr 2019 am Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop. zwoisymearsclarke.com