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steptext dance project

Kunst willkommen?

Podiumsdiskussion zum Umgang der Künste mit Geflüchteten und Migration

SO 31. JANUAR 2016
14 uhr
neuer Saal

Eintritt frei!

Im Kontext der globalen Fluchtbewegungen sind in den vergangenen Monaten viele Akteure und Projekte sichtbar geworden, die erkunden und entwerfen, wie man den hier eintreffenden Schutzsuchenden, aber auch den Gründen und Auswirkungen der Migrationsprozesse mit den Mitteln der Kunst begegnen kann. Die Herangehensweisen sind höchst divers: Sie reichen von einmaligen (Protest-)Aktionen und langfristig angelegten Projekten über die Erprobung neuer Formen des Austauschs und Miteinanders bis hin zur konkreten Hilfeleistung und Mobilisierung der Zivilgesellschaft. Stets schwingt hierbei die Frage mit, was die Kunst überhaupt leisten kann. Wie weit sie unter Berufung auf ihre Freiheit gehen darf und vielleicht sogar muss, um den öffentlichen Diskurs mitzubestimmen, Stellung zu beziehen und Impulse zu setzen.

steptext dance project hat in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung Bremen sechs Akteure aus dem Bereich der Bühnen- und Aktionskunst eingeladen, ihre Positionen und Strategien anhand ihrer beispielhaften Projekte vorzustellen und zu diskutieren. Welche Motivationen stehen hinter den Aktionen und welche Haltungen nehmen die Akteure dabei ein? Neben den Möglichkeiten und Grenzen der Kunst – etwa in Abgrenzung zur Sozialarbeit – geht es auch um die konstruktive Auseinandersetzung mit Ambivalenzen und Kritik: Wie dem tatsächlich Erlebten auf der Bühne gerecht werden? Was dem Vorwurf der Instrumentalisierung, der Zurschaustellung fremden Leids entgegnen? Wie und mit welcher Stimme sprechen?

›Wir sind in dieser Thematik alle noch Unsichere, Suchende, Lernende. Wichtig ist, man weicht nicht aus. Wichtig ist aber auch: man ruht sich nicht aus.‹
(Christine Dössel, Süddeutsche Zeitung, 19.10.2015)

Impuls:
Philipp Ruch (Berlin), Zentrum für Politische Schönheit
Podium:
Nina de la Chevallerie (Göttingen), Regisseurin > boat people projekt,,
Amelie Deuflhard (Hamburg), Künstlerische Leiterin Kampnagel > EcoFAVELA Lampedusa-Nord,
Gerard Graf (Bochum), Spediteur > Aktion ›Niemand darf in einem LKW sterben müssen‹, Theater Bochum,
Helge Letonja (Bremen), Künstlerischer Leiter steptext dance project, Bremen > DisPLACING Future/ Trilogie zu Aufbruch, Reise und Ankunft und Flüchtenden,
Anne Rietschel (Hamburg), Dramaturgin Thalia Theater > 'anˌ kɔmən – unbegleitet in Hamburg Philipp Ruch (Berlin), Zentrum für Politische Schönheit > ›Die Toten kommen‹

Moderation: Christine Dössel (München), Redakteurin Süddeutsche Zeitung