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SORGENFREI 1

Shaotong He und Hasan Mashni: Surplus Value Management - Wärme als Kommunikationsmedium

Finissage

FR 19. MAI  
15 - 18 uhr   Open Lab Experiment #8
18 - 21 uhr   Finnissage der Ausstellung
SA 20. MAI
13 - 20 uhr   Ausstellung

Der menschliche Körper verbraucht und produziert ständig Energie. Dabei fällt der größte ein Anteil dieser in Wärme an, die vor allem lediglich für die Erhalt der Lebensfunktion notwendig ist. Aber wozu kann dies Wärme verwendet werden? Welche Aussagen können aus diesem Medium über unsere geistigen wie körperliche Verfassung getroffen werden? Oder lässt sich nicht nur entsorgen?

Durch ein vierwöchiges Projekt wurden mehrere Experimenten entwickelt, die diese Thematik von sowohl der künstlerischen als auch der wissenschaftlichen Perspektiven untersuchten. Durch eine diskrete digitale Betrachtung in Kombination mit verschieden Algorithmen soll die Ästhetik der implizierten Kommunikation aufgehoben werden und zum visuellen und akustischen ausdruck gebracht.

Zum Schluss des Projekts werde alle Experimente zum Spielen ausgestellt werden. Dabei soll zur Durchführung des letzten Experiments eingeladen werden, dass sich als ein Versuch betrachten lässt, um eine mögliche Antwort dieser Frage zu inspirieren auf die Frage, die die Gesellschaft heutzutage immer so oft interessiert: Wie soll ich mich optimieren?

Surplus Value Management

Beim Einkaufen entweder teureres oder 'Fitness'-Nahrungsmittel ergreifen? Wie wirkt sich das auf die Heizkosten aus? Wie viel heizt mein Körper einen Raum beim Buchlesen, Filmschauen oder Telefonieren? Kann ein 'Smart-Home' die Energieproduktion meines Körpers optimieren? Sich mit kalter Cola abkühlen um gemütlich ein spannendes Fernsehprogramm zu schauen? Und wie verhält sich die Energieproduktion meines Körpers in dem Fall, dass sich mehrere Menschen einen Raum oder ein Umfeld teilen?

Der Körper und das Gehirn verlangen ständig nach mehr Energie und Reize als sie tatsächlich brauchen. Dies resultiert unter anderem aus der Produktion einer merkwürdigen Menge an Wärme als Nebenprodukt, welches meistens nicht wiederverwendet werden kann, und sogar in Extremfällen mit zusätzlichen Entsorgungskosten (z.B. Raumklimatisierung) verbunden sein kann. Das wesentliche Problem dieses Surplus ist, das diese Energie meistens nicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort existiert und nur mühsam verwaltet werden kann. Dazu stellt sich noch die Frage, ob diese überflüssige Energie überhaupt wahrgenommen wird.

In dem Zusammenhang wird der Nordflügel der Grundetage des Sorgenfrei.1 in ein Wärme-Kommunikationslabor verwandelt, wo Wärme als Metapher für Fürsorge untersucht werden soll. Durch eine Reihe von Experimenten sollen Möglichkeiten fomuliert werden, wie die überschüssige Körperwärme wieder nützlich sein kann. Dabei sollen das Verhältnis zwischen der produzierten Wärme und verschiedenen kulturellen Zusammenhängen sowie Lebensgewohnheiten studiert werden. Eine Sensibilisierung, die Wärme produziert, wird durch optische sowie akustische Elemente dargestellt, um die kausalen Zusammenhänge der Wärmeproduktion bzw. deren zwischenmenchlichen Bezug zu veranschaulichen. Die Experimente bestreben die dialektische Aufhebung der wissenschaftlichen Betrachtung der Wärmeproduktion bzw. dessen Transport mittels ästhetischer Zusammenhänge der Kommunikation mit Körperwärme. 

Am 06. Mai 2017 und am 13. Mai 2017 laden Shaotong He und Hasan Mashni zum 'Labor' ein, um an den Experimenten teilzunehmen. 

Am 19. Mai 2107 findet die Finissage statt, an der die Ergebnisse aller Experimente präsentiert werden.

Sorgenfrei 1

Sorgenfrei 1 28205 Bremen
ist eine künstlerisch-wissenschaftliche Zwischennutzung von März bis Juni 2017.
Ein Projekt der AG Kunst als Forschung der Jungen Akademie und der Schwankhalle in Kooperation mit dem Klinikum Bremen-Mitte. Gefördert von der Karin und Uwe Hollweg-Stiftung.