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Sorgenfrei 1

Eine künstlerisch-wissenschaftliche Zwischennutzung auf dem Gelände des Klinikum Bremen-Mitte

MÄRZ bis JUNI 2017
Sorgenfrei 1, 28205 Bremen

Ein Projekt der Jungen Akademie und der Schwankhalle in Kooperation mit dem Klinikum Bremen-Mitte
Gefördert von der Karin und Uwe Hollweg-Stiftung

Sorgenfrei ist eine kleine, ruhige Straße mit nahezu dörflichem Charakter im Hulsberg-Viertel. Ihr Name zeugt davon, dass Familien hier Eigentumshäuser erwerben und somit sorgenfrei leben konnten. In der Nachbarschaft finden sich je nach Blickrichtung die Straße Am Schwarzen Meer beziehungsweise eine Grünfläche auf dem Gelände des Klinikum Bremen-Mitte.

An einem Ende der Straße steht das Haus mit der Hausnummer 1, das bis vor wenigen Jahren von Angestellten des Klinikums bewohnt wurde. Es umfasst rund 13 Zimmer auf vier Etagen und trägt noch die Spuren der letzten Bewohner_innen wie etwa eine umfangreiche Bierdeckelsammlung. Hier werden zwischen März und Juni zahlreiche Interventionen von Künstler_innen und Wissenschaftler_innen rund um den facettenreichen Begriff der Sorge stattfinden.

Ihre ein- bis vierwöchigen Recherchen befassen sich nicht nur mit dem Wechselverhältnis von Mensch und Raum oder Vergangenheit und Zukunft angesichts eines Stadtviertels im Umbruch. Anknüpfungspunkte bilden vor allem die mit dem Gebäude und Gelände verbundenen Erinnerungen, Bedeutungen und Utopien. Jede Recherche mündet in eine oder mehrere öffentliche Präsentationen, die jeweils kurzfristig angekündigt werden.

Den Auftakt machen am Freitag, 24. März 2017 ab 19 Uhr eine 12stündige Andacht der fiktiven Glaubensgemeinschaft ›Church of the Hand‹ und am Samstag, 25. März 2017 um 19 Uhr präsentiert die Bremer Figurenspielerin Johanna Pätzold ›Geschichten aus alter Zeit mit moderner Technik‹ für Kinder ab 9 Jahre und Erwachsene.
Im Anschluss gibt es um 20 Uhr Gelegenheit zum Austausch mit den beteiligten Künstler_innen.

Sorgenfrei 1 wurde initiiert von der Grundstücksentwicklung Klinikum Bremen-Mitte GmbH & Co KG und findet in Kooperation mit dem Klinikum Bremen Mitte statt. Projektträger sind die Schwankhalle Bremen und die Arbeitsgruppe ›Kunst als Forschung‹ der Jungen Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, einer interdisziplinären Forschungsplattform für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Eine Hälfte der Aufträge für die ortsspezifischen Interventionen wurde direkt von der Schwankhalle an Bremer Künstler_innen vergeben. Die andere Hälfte wurde im Rahmen einer internationalen Ausschreibung von einer Fachjury ausgewählt, die aus den Reihen der Jungen Akademie, der Schwankhalle, des Klinikums Bremen Mitte und der Anwohner_innen von Sorgenfrei besetzt war.

Teilnehmer_innen & Zeitplan

MÄRZ
Church of the Hand
Johanna Pätzold

APRIL
Miriam Akkermann / Sandra Schüddekopf ›Senbazuru‹
Anne Eusterschulte / Rebekka Uhlig ›Sorgenanstalten‹
Eva-Maria Baumeister ›Trost den Untröstlichen‹
Katrin Bretschneider / Doris Weinberger ›Bitte kurz frei machen‹

MAI
Kristina Brons ›Sorgenfrei I – VI‹
Shaotong He / Hasan Mashni ›Surplus Value Management‹

JUNI
Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg ›Hier wird gewohnt‹
Spröde Lippen ›Doppelhaus‹
KLANK MusikAktionsEnsemble ›Hausaufgabe‹
HfK Bremen - Edit Kaldor ›Lost deposit‹

 

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