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Daniel Kötter & Hannes Seidl

LIEBE – Ökonomien des Handelns 3

Tickets

Musiktheater

SA 27. + SO 28. AUG 2016
20 Uhr
Neuer Saal

27. AUG anschließend Publikumsgespräch

Eintritt
Solidarisches Preissystem frei wählbare Preiskategorien 7€ / 10€ / 14€
3€ Bremen Pass
Freier Eintritt für Studierende im ersten Semester sowie Auszubildende im ersten Lehrjahr

Die Spielzeit 2016/17 beginnt mit einer buchstäblich erfrischenden Musiktheaterproduktion des Experimentalfilmers Daniel Kötter und des Komponisten Hannes Seidl. Für ›LIEBE‹ haben Sie den Performer und Theater-Techniker Wolfram Sander mit Kamera und Mikrofon im ewigen Eis am Nordkap ausgesetzt. Nun holen sie ihn im Spätsommer mit einem Eisblock auf die Bühne, wo er in Anwesenheit des Publikums eine raumgreifende Installation aus Musikinstrumenten einrichtet, die von schmelzendem Eis zum Klingen gebracht werden. Mit Liebe im romantischen Sinne einer Zweierbeziehung hat das nichts zu tun, aber die Einsamkeit des Performers im Film und auf der Bühne ruft geradezu nach Gesellschaft, sei es bei einer Wanderung durch den Schnee oder im Umgang mit dem Rest zerstoßenen Eises, der am Ende noch übrig bleibt.
›LIEBE‹ ist der letzte Teil einer Trilogie zu den Ökonomien, die unser Handeln antreiben. Nach Musiktheaterproduktionen zu Geld und Gesetz (in den Stücken ›KREDIT‹ und ›RECHT‹) ist nun die Liebe als gesellschaftliche Bindekraft an der Reihe. Die Arbeiten von Kötter/Seidl zeichnen sich durch das Experimentieren mit verschiedenen Formen dokumentarischen Erzählens in den Medien Film und Musik aus. In ›KREDIT‹ begleitete die Kamera mehrere Banker durch ihren Arbeitstag in Frankfurt, in ›RECHT‹ wurden sechs Rechtswissenschaftler für 24 Stunden auf eine Insel bei Schengen verbannt, um die Grenzen des Rechts zu diskutieren.

Im Rahmen von 48h Liebe, Show und Elektro Dingsbums: ein Klangpol Marathon vom 26. bis 28.8. in der Schwankhalle, Tor 13 im Güterbahnhof und noon im Theater Bremen

Credits
Idee, Regie, Komposition, Film: Daniel Kötter, Hannes Seidl 
Künstlerische Assistenz, Ausstattung Film, Bühne: Rahel Kesselring, Natalia Orendain
Performance / Technische Leitung: Wolfram Sander
Dramaturgische Beratung: Jan-Philipp Possmann
Kamera: Daniel Kötter, Bodil Furu
Produktion Honningsvag: Yngve Kristiansen
Produktionsleitung: ehrliche arbeit – freies Kulturbüro
Dank an den Blandakoret Honningsvag

Eine Produktion von Kötter / Seidl in Koproduktion mit Berliner Festspiele / MaerzMusik – Festival für Zeitfragen, Künstlerhaus Mousonturm, brut Wien und Schwankhalle Bremen.

Gefördert durch Hauptstadtkulturfonds, Kulturamt Frankfurt am Main, Deutscher Musikrat. In Zusammenarbeit mit Sophiensæle.