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Flucht nach Europa. Die Grenzen der Menschlichkeit

Fotovortrag

MI 23.1. / 19 Uhr

von/mit Erik Marquardt zur Situation auf dem Mittelmeer und anderen Fluchtrouten

Eintritt
3 bis 5 Euro, frei wählbar
Freier Eintritt für Flüchtlinge, Hartz IV- und Sozialhilfeempfänger*innen

Als im Jahr 2015 immer mehr Menschen über die Balkanroute nach Europa kamen, war das Thema in den Medien omnipräsent. Schnell wurde von europäischen Politiker*innen und auch in Deutschland darüber geredet, wie man die Menschen am besten davon abhalten kann, nach Europa zu kommen. Zäune und Mauern wurden gebaut, mit Diktatoren wurde verhandelt und Gesetze wurden geändert. Eine humane Antwort ist das – wie man vor allem außerhalb Deutschlands beobachten kann – nicht. Noch immer sterben tausende Menschen im Mittelmeer. Mehrere Nichtregierungsorganisationen haben sich deswegen seit 2015 zur Aufgabe gemacht, möglichst viele Menschen aus Seenot zu retten. Doch statt den Retter*innen zu danken, werden auch sie immer mehr zum Spielball großer Politik. Sie sehen sich Vorwürfen ausgesetzt, werden von der libyschen Küstenwache bedroht, teilweise wird gegen sie aufgrund von illustren Anschuldigungen ermittelt. Es scheint, als würde alles unternommen, um zu verhindern, dass Menschen möglichst nicht ertrinken müssen. Wer rettet, schreckt nicht ab. Wer rettet, beteiligt sich nicht an der Festung Europa. 

In seinem Fotovortrag schildert Erik Marquardt die Situation der Seenotretter*innen auf hoher See und auf den Fluchtrouten nach Europa. Er berichtet vom Mittelmeer, der Balkanroute und aus Afghanistan. Wo kommen die Menschen her? Wie ist die Situation auf anderen Fluchtrouten? Warum setzen sich so viele Menschen auf seeuntüchtige Boote? Diese und weitere Fragen werden im Vortrag beantwortet, sodass am Ende ein eindrückliches Bild über die Flucht nach Europa entsteht.

Erik Marquardt ist Fotograf und Politiker bei Bündnis 90/Die Grünen. Er war mehrfach auf den Fluchtrouten über den Balkan unterwegs und hat als Fotograf die Situation eindrücklich festgehalten. Anfang 2017 war er in Afghanistan und hat dort die Sicherheitslage und die Situation der Geflüchteten dokumentiert. Zudem war er selbst mehrfach mit sea-eye und Sea-Watch als Seenotretter auf dem Mittelmeer im Einsatz. Seine Fotos und Videos von den Fluchtrouten wurden in verschiedenen nationalen und internationalen Medien veröffentlicht.