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Noisexistance

Theorie und Praxis des Lärms

Kongress

FR 24. JUNI 2016
20.00 uhr
Helge Meyer (Live), David Wallraf (Vortrag), Decoder (Film), Klaus Maeck (Talk)

Eintritt
FR 10€/ 6€ ermäßigt,
SA Tagesticket 15€/ 9€ ermäßigt, Vorträge 6€/ 4€ ermäßigt, Konzerte 15€/ 9€ ermäßigt
SO 10€/ 6€ ermäßigt
Festivalticket 30€/ 18€ ermäßigt

NOISEXISTANCE Theorie und Praxis des Lärms
24.- 26. JUNI 2016
in der Schwankhalle und der Spedition

Noise ist die Bezeichnung für ein musikalisches Genre, das in den 1980er Jahren in Japan entstand. Sämtliche traditionellen Parameter einer musikalischen Schallorganisation sind suspendiert: Metrum, Rhythmik, Harmonieführung und Melodie werden durch eine Arbeit mit Lärm, Rauschen, Verzerrungen und Störgeräuschen ersetzt. Aktuell lässt sich beobachten, wie Noise in eine unüberschaubare Menge musikalischer Genres integriert wird, als Bezugspunkt für Sound Art und Neue Musik dient und sich einen Weg in den akademischen Diskurs bahnt. NOISEXISTANCE bringt Positionen aus den Bereichen der Philosophie, Kultur- und Musikwissenschaft sowie künstlerischer und politischer Praxis zusammen, um zentralen Fragen aus dem Spannungsverhältnis von Noise, Aufruhr und Musik nachzugehen.

Helge Meyer (D) – Mit einer starken Neigung zur Textur des Klangmaterials bewegt sich der Hamburger Musiker musikalisch in der Nähe verschiedener Stilrichtungen wie Drone, Noise, Ambient, Akusmatik oder Improvised Music. In seinen Konzerten spürt er mit Hilfe instabiler Hardware-Cluster nach Harmonien, Schwebungen und eruptiver Dissonanz. Monumentale Flächen stehen einer Rhythmik gegenüber, die nie ganz mechanisch oder organisch werden will.

David Wallraf (D) - promoviert an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg zu Noise. Einführungsvortrag Grenzen des Hörens, Grenzen des Vernehmens - Noise und das Problem der Übersetzung und Moderation.

Decoder (BRD 1983, Regie: Muscha - Buch: Klaus Maeck, Trini Trimpop, Muscha u.a.) – Der Musiker FM (FM Einheit) entdeckt, dass sich die konsumanregenden Muzak-Klänge eines Fast-Food Restaurants im Tonstudio so manipulieren lassen, dass sie die Menschen zu Aufständen anstacheln. Mit Hilfe einer Gruppe von Dissidenten versucht FM eine Revolution auszulösen, muss aber feststellen, dass er bereits von einem Regierungsagenten (Bill Rice) gejagt wird. Der Film, der lose auf einem Text von William S. Burroughs basiert, ist einer der wenigen abendfüllenden Spielfilme, die aus der frühen Industrial-Wave-Bewegung hervorgegangen sind.

Klaus Maeck (D) – Mit Rip Off eröffnete Klaus Maeck 1977 den ersten Hamburger Punk-Plattenladen. In den 80er Jahren war er Mitbegründer des Musikverlags Freibank. In dieser Zeit begann er auch Filme zu produzieren, neben Decoder u.a. über William S. Burroughs und die Einstürzenden Neubauten. Zuletzt trat vor allem als Ko-Produzent der Filme Fatih Akins auf.

Nähere Informationen in Kürze unter www.pgnm.de

Noise ist die Bezeichnung für ein musikalisches Genre, das in den 1980er Jahren in Japan entstand und seit Anfang der 2000er eine internationale Renaissance erfährt. Im Noise sind sämtliche traditionellen Parameter einer musikalischen Schallorganisation suspendiert: Metrum, Rhythmik, Harmonieführung und Melodie werden durch eine Arbeit mit Lärm, Rauschen, Verzerrungen und Störgeräuschen ersetzt.

Credits

 

Eine Veranstaltung von REM (Rapid Ear Movement) der projektgruppe neue musik Bremen e.V., Kunst- und Kulturverein SPEDITION e.V. und Galerie K' in Kooperation mit der Hochschule für Bildende Künste Hamburg.
Mit freundlicher Unterstützung durch den Senator für Kultur Bremen, Wirtschaftsförderung Bremen, der Waldemar Koch Stiftung und dem Deutschen Musikrat.