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Aussetzen I

mit Studierenden des Instituts für Medien, Theater und Populäre Kultur der Universität Hildesheim

19. - 29. MAI 2016
Im Mai und Juni wird die Schwankhalle für zwei mal zwei Wochen zum Campus. 
Termine werden online bekannt gegeben!

Man kann ein Haustier an der Autobahnraststätte aussetzen. Man kann seine Haut ungeschützt der Sonne aussetzen. Und im schlimmsten Falle kann auch die Atmung unerwartet aussetzen. Nichts davon ist wirklich wünschenswert. 
Aber was bedeutet ›aussetzen‹ in diesem dreifachen Sinne von freilassen, exponieren und pausieren mit Blick auf das Theater? Wie fühlt sich jemand, der nichts mit Theater am Hut hat und vor versammeltem Publikum auf der Bühne ausgesetzt wird? Welche Konsequenzen hat es, die Belegschaft eines Theaters einer ungewohnten körperlichen Belastung auszusetzen? Und was sagen Geldgeber und Publikum, wenn die Theaterleitung das reguläre Programm plötzlich aussetzt? 
Angehende Theatermacher_innen vom Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur der Universität Hildesheim sowie vom Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der Universität Gießen sind eingeladen, zum Thema ›Aussetzen‹ zu arbeiten. Ein Experiment jenseits der üblichen Machtgefüge von ›Nachwuchs‹ und ›Veranstalter‹, von dem beide Seiten eine Menge lernen können.

Nach Bremen kommen insgesamt 27 Studierende aus Bachelor- und Master-Studiengängen. So unterschiedlich ihre jeweiligen Erfahrungen und Interessen auch sein mögen, eine Frage verbindet sie: Welches Theater wünschen wir uns? Im Mittelpunkt von ›Aussetzen‹ stehen also nicht zuletzt die Hoffnungen der angehenden Theatermacher_innen aus der sogenannten ›freie Szene‹, die Wünsche der Veranstalter_innen an das Theater als Ort der Versammlung und die Erwartungen der Zuschauer_innen an ein Medium der Erfahrung von Präsenz.

Erarbeitet und präsentiert werden Einzel- und Gruppenprojekte in den unterschiedlichsten Entwicklungsstufen (von der ersten Idee bis hin zum fertigen Stück). Zu erwarten sind u.a. ein Rave mit Hühnern und SeniorInnen, Lektüren zur posthumanen Intersubjektivität und Experimente mit der Kommunikation durch Dinge. Abgehalten wird ›Aussetzen‹ möglicherweise in einem völlig neu geregelten Haus und begleitet von ausgesetzten Mitarbeiter_innen der Schwankhalle, die Vermittlungsarbeit im Supermarkt oder am Gartenzaun leisten.

Was davon wann und wo öffentlich wird, geben wir kurzfristig bekannt.

Credits
mit Johanna Herbel, Jonny Bongers, Sira Möller, Johann D. Thomas, Milena Weber, Manuela Lachmann, Mahsima Kalweit, Vera Moré, Moritz Wigger, Tobias Malcharzik, Magdalene Gööck, Eduard Schreiber, Winnie Wilka